Gruppenregeln

 

Menschen sind unterschiedlich.So wird auch jede Gruppe im Laufe der Zeit ihren eigenen Stil entwickeln. Trotzdem kann es sehr hilfreich sein, von den  Erfahrungen anderer Gruppen zu lernen.

Rahmenbedingungen:

  • Die Größe sollte bei intensiven Gesprächsgruppen bei 6-12 Personen liegen.
  • Gruppentreffen möglichst in einer neutralen Umgebung durchführen.
  • Häufigkeit und Dauer der Treffen (1,5 Stunden) verbindlich festlegen.
  • Regelmäßige Teilnahme ist wichtig; deshalb abmelden, wenn jemand nicht kommen kann.
  • Auf Pünktlichkeit achten! Pünktlich beginnen, Pünktlich enden!
  • Keine starre Sitzordnung! Alle sollten sich ansehen können. Sitzen im Kreis – möglichst ohne Tische – ist günstig..
  • Bei Neuaufnahmen die Teilnahme über einen bestimmten Zeitraum (4 Treffen) festlegen und danach über dauerhafte Mitarbeit entscheiden.
  • Ein Ausscheiden aus der Gruppe allen Gruppenmitgliedern mitteilen.

Gruppenverlauf:

  • Blitzlichtrunde zu Beginn der Gruppensitzung. Jeder besinnt sich auf seine eigene Person und reihum berichtet jeder kurz über seine augenblicklichen Gefühle und Erwartungen; Gesprächsbedarf kann angemeldet werden.
  • Themen ergeben sich aus dem Blitzlicht oder verabredete Themen /Vorträge werden gehalten.
  • Eine Gesprächsleitung oder Moderation der Sitzungen ist nötig, entweder durch die Ansprechperson oder wechselnd.
  • Nur einer redet! In der „Ich-Form“, klar und direkt sprechen. Mit den anderen sprechen, nicht über sie.
  • Gefühle wahrnehmen, aussprechen und zeigen.
  • Aktives Zuhören! Sich vergewissern, ob es richtig verstanden wurde.
  • Eigenständigkeit respektieren, keine Ratschläge geben, nicht bewerten, es gibt kein „richtig“ und kein „falsch“. Von eigenen Erfahrungen berichten und Feedback geben/einfordern.
  • Möglichst keine „Warum – Fragen“ stellen, weil sie für Problemlösungen nicht nützlich sind.
  • Störungen haben Vorrang!
  • Missverständnisse und Konflikte so rasch wie möglich klären.
  • Verschwiegenheit! Außenstehenden gegenüber wird Stillschweigen über die Gruppengespräche bewahrt.
  • Toleranz, Respekt und Verlässlichkeit untereinander!

Gesprächshilfen

  • Jeder ist für sich verantwortlich
  • Nicht alle gleichzeitig. Ausreden lassen ! Seitengespräche vermeiden! Keiner musssprechen.
  • In der Ich-Form sprechen
  • Klar sagen, was ich will
  • Den anderen direkt ansprechen und dabei ansehen
  • Dem Anderen mal sagen, was mir an ihm gefällt
  • Verschwiegenheit! Nichts aus der Gruppe heraus tragen
  • Störungen haben Vorrang! Ärger, Missverständnisse, Konflikte möglichst sofort klären
  • Aktives Zuhören! Dem anderen alle Aufmerksamkeit geben
  • Gefühle wahrnehmen und aussprechen
  • Auf Körpersignale achten
  • Feedback geben – keine Ratschläge
  • Rücksicht nehmen
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